Festrede zum 25 Jahrestag

BRH/ BSV Ortsverband Fürstenwalde

17. Mai 2016

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Mitstreiter, sehr verehrte Gäste.


D

er Vorstand beauftragte mich, anlässlich der heutigen festlichen Veranstaltung zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen des Ortsverbandes Fürstenwalde des BRH/BSV, etwas zu seiner Entwicklung auszuführen.

Hierbei sollten wir daran denken, dass wir bereits das 10., das 15., und das 20. Jubiläum gefeiert haben und dort bereits schon über die Gründungsmitglieder und die erfolgreiche Vereinsorganisation sowie über die Gestaltung des Vereinslebens berichtet hatten. Aus diesen Gründen möchte ich nur an die wesentlichen Entwicklungsstufen unseres Ortsverbandes erinnern.

Am 11. März 1991 stimmten 48 ehemalige Angestellte des öffentlichen Dienstes der DDR im „ Gerhard Eisler Club“ des Kulturbundes, einstimmig für die Gründung des Ortsverbandes Fürstenwaldes des BRH.

Mit Elan scharten Johannes Ulbricht, Alfred Arndt, Rudolf Bergmann, Lydia Lachmann, Eckehard Schumann und Christa Walter, um einige zu nennen, immer mehr Mitstreiter des öffentlichen Dienstes um sich.

Sicher gab es damals eine Reihe von Fragen, ob wir auch Anerkennung finden werden und ob man uns überhaupt haben wollte, da der BRH zum Deutschen Beamtenbund gehöre und wir keine Beamten waren.

Es gab Hoffnung und Skepsis, hatte doch der größte Teil von uns über Nacht die Arbeit verloren und war in ein tiefes Loch der Unsicherheit gefallen. Manfred Tippmann, BRH Landesvorsitzender, beantwortete geduldig alle Fragen. So kam bei uns die Erkenntnis, wir müssen uns selbst helfen, gegenseitig ermuntern und uns organisieren. Ermutigend für uns war dabei auch die klare Position der Bundesleitung des BRH, die uns anerkannte und als ehemalige Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes der DDR schätzte, die solidarisch zu uns stand und sich für unsere Belange, vor allem für eine gerechte Behandlung im Rentenrecht konsequent einsetzte.

Der damalige Bundesvorsitzende, Herr Hermann Lumm, war es, der uns ermutigte, erhobenen Hauptes, durch unser Land zu gehen. So hat sich unser Verein zu einer anerkannten und aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenkenden Organisation entwickelt. Er wurde Heimstatt seiner Mitglieder, in der sie sich wohlfühlen.

Der Ortsverband engagiert sich auch stark im Seniorenbeirat der Stadt, in dem er durch Dr. Erich Flöther als Vorsitzenden und Hans-Jörg Schmidt als dessen Stellvertreter die Führung in den ersten 5 Jahren übernahm.

Viele Veranstaltungen im öffentlichen Leben der Stadt sowie Beziehungen zu anderen Seniorenverbänden dienten der Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Ortsverbandes.

Nach dem in den ersten Jahren der Schwerpunkt der Arbeit auf die Beratung und Durchsetzung der Rentenbelange gelegt wurde, erfolgte die weitere Ausrichtung der Vereinsarbeit immer mehr auf die Gestaltung des Miteinander unter Berücksichtigung aller vorhandenen Interessen der Mitglieder.

Nach 10 Jahren konnte man sagen, es war der Grundstein für die weitere Arbeit gelegt. Veranstaltungen, die noch heute unsere Aktivitäten ausmachen, wie thematische Mitgliederversammlungen, Informations-Veranstaltungen, Wandern, Radfahren, Tagesausflüge, Fernreisen, Geburtstag des Monats, Arbeit mit den Kontaktpersonen, Kegeln, Bowling, Spiele- Nachmittage, Theaterbesuche, Computer -Weiterbildung usw., all diese Veranstaltungen dienen einer sinnvollen und aktiven Einbeziehung der Vereinsmitglieder aber auch der Festigung unserer Gemeinschaft wie auch der Werbung neuer Mitglieder.

Die Eröffnung des "Treffpunktes" am 23. Februar 2007 war eine notwendige Voraussetzung für eine aktive Seniorenarbeit. Hierdurch waren wir in der Lage, die Angebote für unsere Mitglieder zu erweitern und zu sichern. Wir danken der Stadt für die Jährlichen finanziellen Zuwendungen, zweckgebunden für die Miete unseres Treffpunktes.

Der "Treffpunkt" in der Eisenbahnstraße stellt heute den Mittelpunkt unseres Vereinslebens und auch unserer Veranstaltungstätigkeit dar.

Im Jahr 2007 wurde dem Landesverband durch das Finanzamt mitgeteilt, dass es nicht mehr möglich sei, die zugesprochene Gemeinnützigkeit zu erhalten, da der BRH zum DBB gehört und damit als Gewerkschaft gilt.

Dadurch kam es zur Trennung vom BRH und zur Gründung des "Brandenburgischen Seniorenverband e.V." In der Verbandsarbeit gab es keine Abstriche. Der Ortsverband Fürstenwalde hat auch nach dieser Änderung kontinuierlich seine Arbeit fortgesetzt.

So wird die Arbeit des 10- köpfigen Vorstandes aktiv unterstützt durch:
- 11 Leiter von Interessengruppen,
- 16 Kontaktpersonen,
- 2 Rechnungsprüfer,
- 2 Mitglieder, die alles in unserem Treffpunkt organisieren, und
- 3 Mitglieder die unsere zentralen Veranstaltungen und unsere Tagesfahrten organisieren.

Im Vereinsleben ist die Entwicklung des Mitgliederbestandes sehr entscheidend. Unsere Mitglieder werden immer älter und der Nachwuchs der jungen Alten gleicht die Abgänge nicht mehr aus. Wir haben in diesem Jahr 120 Mitglieder. Es waren in den ersten Jahren weniger Mitglieder, aber es waren in den vergangenen Jahren auch schon 20 Mitglieder mehr als jetzt.

Liebe Freunde, ich bitte euch auch weiterhin Mitglieder zu werben, damit unser bewährter Verein bestehen bleibt. Er gehört zu unserem Leben und nicht zuletzt erhalten gemeinsame Aktivitäten körperlich und geistig fit.

Sicher kann ich nicht alle, die seit der Gründung aktiv den Ortsverband mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit unterstützt haben, jetzt namentlich benennen.

Es sind einfach zu viele, aber ich möchte zur allgemeinen Information die bisherigen Vorsitzenden des BRH /BSV Fürstenwalde nennen:
Johannes Ulbricht von 1991 bis 1993 = 3 Jahre,
Horst Erdmann von 1994 bis 2004 = 11 Jahre,
Rudi Jaster von 2005 bis 2011 = 7 Jahre.

Ja, liebe Freunde, 25 Jahre fleißige Vereinsarbeit haben wir zusammen gestaltet und viele neue Erfahrungen gesammelt, die unser Leben bereicherten. Ich wünsche mir auch in Zukunft viele Vorschläge, die weiterhin ein interessantes Vereinsleben ermöglichen.

Euch allen gilt ein großes Dankeschön für Eure unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit.


Helmut Gaffrey
Vorsitzender

25 Jahre BSV 25 Jahre BSV 25 Jahre BSV

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